Dieses Auto ist mal Trainingshalle, mal Luxushotel

Die „Citroën Autonomous Mobility Vision“ soll die Mobilität in den Innenstädten revolutionieren. Auf der autonom fahrenden Plattform werden unterschiedliche Fahrgast-Zellen befestigt. Je nach Gemütslage der Passagiere.

Redaktion
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Flexibilität ist das Zauberwort: drei unterschiedliche Module können auf die mobile Plattform gesetzt werden [Quelle: Citroën]

Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus? Citroën hat diese Frage nun mit einem flexiblen, autonomen Fahrzeug für die Innenstädte beantwortet. Die „Autonomous Mobility Vision“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von. Citroën, dem Hotelunternehmen Accor und der auf Außenwerbung spezialisierte Firma JCDecaux. Gemeinsam bilden sich „The Urban Collëctif“.

Das System besteht aus einer elektrisch angetrieben, autonomen Plattform namens „Citroën Skate“ und den sogenannten Pods. Das sind wechselbare Aufbauten, die auf Citroëns „Skateboard“ transportiert werden. Die Plattform ist 2,60 Meter lang, 1,60 Meter breit und einen halben Meter hoch. Der Reifenhersteller Goodyear steuert die kugelförmigen Reifen bei, mit denen das Fahrzeug quasi in jede Richtung fahren und sich sogar auf der Stelle drehen kann. Radar- und Lidarsensoren tasten die Umgebung ab und leiten die „Autonomous Mobility Vision“ durch den Stadtverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit ist anpassbar – zur Sicherheit jedoch zunächst auf 25 km/h begrenzt. Die drei unterschiedlichen Pods sollen dabei verschiedene Dienste und Anwendungen widerspiegeln.

Citroëns Mobilitätsvision: Zwischen Luxus und Sport

Laut Hersteller sollen im Pod „Sofitel En Voyage“ französische Eleganz das joie de vivre erlebbar sein. Bei diesem Pod legen die Unternehmen Wert auf Materialqualität und Ambiente. Zutritt erhalten die Fahrgäste über automatische Glasschiebetüren. Das Gepäck verstauen sie in einem eigenen Fach. Im Innenraum zeigt ein Bildschirm Nachrichten, den Wetterbericht oder die verbleibende Reisezeit an. Smartphones lassen sich über eine Induktions-Ladeschale kabellos aufladen. Es ist sogar eine kleine Bar integriert, die sich blumenartig öffnet und Fahrgäste mit Snacks und Getränken versorgt. Und wer seine Theater-Karten noch nicht reserviert hat, kann über ein Tablet eine Videokonferenz mit einem Sofitel-Concierge starten, der den Fahrgästen zu Diensten steht.

Das "Sofitel En Voyage" ist das Luxus-Modul unter den Dreien [Quelle: Citroën]

Im Pullman Power Fitness-Modul kann sich der Fahrgast während seiner Pendelfahrt sportlich betätigen. Das Modul bietet im Innenraum ein Fahrrad und ein Rudergerät. Beides kann unterwegs genutzt werden. Damit Sportler in Ruhe trainieren können, sind die Fenster blickdicht. Neugierige Blicke von außen dringen nicht hindurch. Die Energie, die bei der Trainingssession über die Geräte anfällt, lädt die Batterien des Citroën Skate auf. Zugleich sorgt ein flexibles Audio- und Beleuchtungssystem für die richtige Stimmung.

Der JCDecaux City Provider ist ein Mobilitätsdienst auf Abruf. Das Konzept bietet zwei Räume, die sich unter einem begrünten Dach gegenüberliegen. Einer der beiden Bereiche ist offen und durch ein Vordach vor der Witterung geschützt. Der zweite Raum ist von einer Verglasung umschlossen. Das Modul transportiert bis zu fünf Personen. Im Innenraum stehen den Fahrgästen USB-Steckdosen zur Verfügung, an denen sie beispielsweise ihre Smartphones laden können.

Bei den drei Pods soll es perspektivisch nicht bleiben. Der Verbund plant, die Dienstleistungen zu erweitern. So könnte das Konzept etwa bei Apotheken für die Lieferung von Medikamenten eingesetzt werden, bei der Essenslieferung, als mobiler Food Truck oder im Sicherheitsbereich.

Die drei Module in Bildern

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