Bild der Woche: Der Mann im Mond fährt Motorrad

Ein Astronaut fährt ein Motorrad auf dem Mond

Der Amerikaner geht nicht gerne zu Fuß. Auch nicht auf dem Mond. Gut, dass die NASA für ihre Mondmissionen in den 1960er und 1970er Jahren ihren Astronauten mit dem Lunar Roving Vehicle ein vierrädriges Gefährt zur Verfügung stellte.

Diesen „Fuhrpark“ wollte der russische Designer Andrey Fabishevsky erweitern – mit dem „Lunar Bike“. Aus dessen Design-Vorlagen hat nun der deutsche Customizer-Spezialist Hookie aus Dresden ein echtes Bike gebaut. Das Mond-Motorrad erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h. Beim 60 Jahre alten vierrädrigen Pendant lag das Spitzentempo bei 13 Kilometern pro Stunde. Die elektrischen Reichweiten der beiden Fahrzeuge liegen ebenfalls nah beieinander. Das Lunar-Bike fährt bis zu 110 Kilometer weit, der NASA-Rover musste nach 92 Kilometern laden. Eine Destination für seine erste große Fahrt hat das futuristische Motorrad schon. Zum Mond geht es allerdings nicht, sondern nach Los Angeles. Dort haben die Kuratoren des Peterson Automotive Museum von dem Mond-Bike erfahren und wollen es nun im Rahmen ihrer Sonderausstellung ADV:Overland präsentieren.

Bild der Woche: Abschied vom Shinkansen

Fans verabschieden die E4 Serie des Shinkansen Schnellzugs in den Ruhestand [Bildquelle: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Yosuke Hayasaka]

Ab 1997 prägte sie die Jōetsu-Shinkansen Linie  zwischen Tokio und Niigata in Japan: Die doppelstöckige E4-Baureihe des japanischen Hochgeschwindigkeitszugs mit der charakteristischen, aerodynamischen Front. Maximal erreicht der Shinkansen E4 240 km/h – gar nicht mal so schnell, verglichen mit anderen Hochgeschwindigkeitszügen. Nur, dass die Japaner dieses Tempo tatsächlich über weite Streckenabschnitte auch fahren lassen – anders als die deutsche Bahn.

Die Ausmusterung der Baureihe bei der Eisenbahngesellschaft JR East läuft bereits seit 2013. Nun ist planmäßig der letzte Zug vom Netz gegangen. Das Foto zeigt fotografierende Shinkansen-Fans, die bei der letzten Fahrt am 1. Oktober 2021 dabeisein wollten.

Bild der Woche: Kraftstoffmangel in Großbritannien

Zu sehen ist ein langer Stau in England
Stau, soweit das Auge reicht: Vielen britischen Tankstellen geht der Kraftstoff aus [Bilquelle: picture alliance / empics | Gareth Fuller]

Großbritannien geht der Sprit aus: An zahlreichen Tankstellen gibt es derzeit Engpässe bei Benzin und Diesel. Seit Tagen kommt es zu Panikkäufen und langen Schlangen. Hintergrund ist ein gewaltiger Mangel an Lastwagenfahrern, der zuvor bereits zu leeren Supermarktregalen geführt hatte. Wegen der Corona-Pandemie wurden etliche Fahrstunden und -prüfungen verschoben. Zudem wanderten wegen des Brexits etwa 20.000 vor allem osteuropäische Fachkräfte ab – neue strenge Einwanderungsregeln hemmen nun aber den Zuzug.

Um die Probleme zu bekämpfen, will die Regierung unter anderem Arbeitsvisa für bis zu 5000 ausländische Lastwagenfahrer ausstellen. Zudem sollen Zehntausende Fahrprüfungen zusätzlich pro Jahr ermöglicht werden.

Bis dahin drohen massive Probleme im Alltag. Julia Grace Patterson, die Chefin der Vereinigung EveryDoctor, in der sich rund 1700 Mediziner zusammengeschlossen haben, warnte: „Ärzte und andere Beschäftigte des Gesundheitswesens können sich nicht um Patienten kümmern, wenn sie nicht zur Arbeit kommen.“ Sie habe von vielen Kollegen gehört, die übers Wochenende erfolglos versucht hätten zu tanken.

Bild der Woche: London to Brighton Rally 2021

Zu sehen sind Elektroautos verschiedener Bauart in London
Elektroautos verschiedener Bauart passieren während der London to Brighton Rally 2021 die Westminster Bridge [Bildquelle: picture alliance / AA | Wiktor Szymanowicz]

Ein bisschen fragt man sich: Ist das eigentlich noch nötig? Sind Elektroautos nach wie vor so exotisch, dass sie eigene Rallys brauchen, um für sie Aufmerksamkeit zu schaffen? Nicht unbedingt, aber Spaß macht so eine Veranstaltung trotzdem – in jedem Fall den Engländern. Die ja nach wie vor auch Innenstadt-Klapprad-Bergrennen abhalten, obwohl das Fahrrad ebenfalls kein exotisches Verkehrsmittel mehr ist.

Zum ersten Mal startete am 18. September 2021 die „London to Brighton Electric Vehicle Rally“  mit dem Ziel „die schnelle Entwicklung elektrischer Fahrzeuge zu feiern“. Rund 70 Fahrzeuge nahmen teil und fuhren von Southbank in London zum Madeira Drive im Badeort Brighton. „Voller Erfolg“, befinden die Organisatoren. Zu bestaunen gab es in jedem Fall einige exotische Stromer, die man sonst nicht an jeder Ecke sieht.

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