Citroën: Der Ami wird zum Offroader

Verbreiterte Radläufe und Scheinwerfer-Gitter: Citroën legt seinen Elektro-Würfel Ami als Offroad-Version auf und erinnert sich dabei auch an Buggy-Modelle wie den Méhari.

Dennis Merla
Dennis Merla
Citroen My Ami Buggy Concept steht in einer Einfahrt
Leicht erhöhte Bodenfreiheit und grobstollige Reifen: Citroën legt den Ami jetzt als Offroad-Version auf [Bildquelle: Citroën]

Fragt man Brigitte Bardot, so gehört zum richtigen Auftritt an der Côte d‘Azur ein Buggy. Damals ließ sich die französische Schauspielerin in einem Citroën Méhari fotografieren. Heute könnte sich die wohl meistfotografierte Frau der Welt am Strand von St. Tropez im Ami ablichten lassen – denn den macht Citroën jetzt als „My Ami Buggy Concept“ fit fürs Gelände.

Die Technik des kleinen Offroaders stammt aus dem Serien-Ami. Der Akkuspeicher hält eine Kapazität von 5,5 Kilowattstunden bereit. Das reicht im Standard-Ami für etwa 70 Kilometer Reichweite. Beim Offroader dürfte die Reichweite wegen der Reifen und des höheren Luftwiderstands etwas niedriger liegen. Der E-Motor leistet 8 PS und treibt den Würfel auf bis zu 45 Kilometer pro Stunde an. In Frankreich und Deutschland darf man ihn deshalb bereits ab 14 bzw. 15 Jahren mit dem Führerschein der Klasse AM fahren. (Hier geht es zum Test des baugleichen Opel Rocks-e)

Offroad-Look für den Ami

Damit man dem Leichtkraftfahrzeug sein erweitertes Aufgabengebiet auch ansieht, verpasst ihm Citroën einen Offroad-Look. Im Vergleich zur urbanen Version wurden dazu die Radläufe verbreitert und Scheinwerfer-Gitter angebracht. An der Front sitzt nun ein Rammbügel und aus dem hellen Blau der Straßenversion wird ein mattes Oliv-Grün. Reichen die beiden Scheinwerfer nicht aus, leuchtet eine LED-Leiste am Dach. Mit dem grobstolligen Reserverad auf dem Dach tritt der kleine Elektro-Cube zwar nicht bei der Paris-Dakar-Wüstenrallye an. Für Feldwege dürfte die leicht erhöhte Bodenfreiheit zumindest ausreichen.

Bessere Sitze und viele Taschen im Ami My Buggy Concept

Türen besitzt der Citroën My Ami Buggy Concept nicht – laut Citroën eine Hommage an den Méhari. Verlangt die Witterung nach mehr Schutz, stehen Planen statt Türen zur Verfügung. Sie werden per Reißverschluss angebracht. Werden sie nicht gebraucht, lagern sie in Taschen an den Rückseiten der Sitze. Apros pro Sitze: Da diese im Citroën Ami und Opel Rocks-e etwas unkomfortabel ausfallen, verdoppelt Citroën im My Ami Buggy Concept die Schaumstoffstärke von 35 auf 70 Millimeter. Die Auflagen lassen sich zum Reinigen und Waschen von den Sitzschalen trennen.

Um den Platz im knapp 2,40 Meter langen, 1,39 Meter breiten Offroad-Ami möglichst effizient auszunutzen, gibt es ein Taschensystem. Die einzelne Taschen lassen sich an verschiedenen Stellen im Fahrzeug integrieren. So hat etwa eine Matrosentasche ihren eigenen Platz unter dem Armaturenbrett, zwei weitere jeweils rechts und links am Einstieg des Fahrzeugs. Eine kleinere Bauchtasche wird mittels Magnet in der Mitte des Lenkrad befestigt.

Außer den fehlenden Türen haben Ami und Méhari übrigens noch etwas gemeinsam. Beide erscheinen nicht auf dem deutschen Markt. Der Ami nicht, weil es ja den Rocks-e gibt. Der Méhari erhält wegen seiner leicht entflammbaren Kunststoffkarosse keine Zulassung in Deutschland.

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