Google Maps wird umweltfreundlicher

Mit neuen Funktionen will Google seine Nutzer zu mehr Klimaschutz ermuntern. Die Änderungen bei Maps betreffen Auto- und Fahrradfahrer. Auch bei der Flugsuche gibt es Neuerungen.

Redaktion
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Google will seine Nutzer besser über Nachhaltigkeit informieren. Dazu werden jetzt nach und nach neue Funktionen in die Suche integriert [Quelle: Adobe Stock]

Die weltgrößte Suchmaschine will das Bewusstsein seiner Nutzer für den Klimaschutz stärken. Dafür führt der Internet-Gigant, bei dem rund 90 Prozent aller Online-Suchanfragen eingehen, eine Reihe neuer Funktionalitäten auf seinen Plattformen ein. 

Suchen Nutzer etwa bei Google Flights nach einer Flugverbindung, zeigt der US-Konzern fortan den damit verbundenen CO2-Ausstoß an. Die notwendigen Daten zur Berechnung erhält Google nach eigener Auskunft von den Airlines. Entscheidend seien unter anderem Flugzeugtyp, Reise-Distanz und Flughöhe. Auch die gebuchte Klasse hat Einfluss. So bekommt die Economy-Sitzplatzbuchung einen niedrigeren CO2-Ausstoß zugeschrieben als die teurere Business-Class, wo die Sitze in größeren Abständen angeordnet sind. Sie nehmen damit mehr Raum ein und machen deshalb laut Unternehmen einen größeren Anteil an den Emissionen des Flugzeugs aus.

Google-Flights zeigt jetzt den zu erwartenden CO2-Ausstoß der einzelnen Flugreisen an [Quelle: Screenshot]

Mehr Umwelt-Infos für Google Maps

Auch der Kartendienst Google Maps wird erweitert, in Deutschland werden die Änderungen allerdings erst 2022 sichtbar. Der Google-Algorithmus schlägt dann bei der Planung von Autorouten Strecken vor, auf denen der Kraftstoffverbrauch möglichst gering ausfallen soll. Dazu zieht die künstliche Intelligenz etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Daten über mögliche Staus heran. Wer zwischen den vorgeschlagenen Routen wechselt, kann sehen, wie hoch der erwartete CO2-Ausstoß für die jeweilige Route ausfällt. Der Tech-Riese verspricht sich davon bis zu einer Millionen Tonnen weniger CO2-Belastung im Verkehr. Laut Unternehmen sei das so, als würden 200.000 Autos von den Straßen verschwinden.

Eine weitere Änderung betrifft die Google-Suche selbst. Bei Suchwörtern wie „Klimawandel“ sollen Ergebnisseiten mit gesicherten Informationen Vorrang bekommen. Laut Google könnten dies beispielsweise Informationsseiten der Vereinten Nationen sein. Ebenfalls erst in den nächsten Monaten kommt eine vereinfachte Navigationsmöglichkeit bei Google Maps für Radfahrer. Der „Lite Navigation“ genannte Modus soll dabei besser auf die Bedürfnisse von Radfahrern zugeschnitten sein. Dafür zeigt der Dienst weniger, dafür an relevantere Informationen an. Dazu gehören Informationen zu Höhenunterschieden auf der geplanten Route, zudem sollen mehr Informationen zu Scooter- und Bike-Sharing aufgenommen werden.

Laut Google seien noch eine Menge weiterer neuer Funktionen in Planung. Der Alphabet-Konzern selbst, zu dem Google gehört, stieß im Jahr 2019 über 12,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente aus. Laut dem Unternehmen wurden diese Emissionen über Kompensationsprojekte ausgeglichen. Bis 2030 will Google alle Rechenzentren mit CO2-frei betreiben.

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