Ein Bugatti für 900 Euro

Bugatti baut starke, schnelle, technisch beeindruckende Autos. Und einen Elektro-Scooter. Der kostet im Großhandel keine 1.000 Euro.

Constantin Bergander
Constantin Bergander
Bugatti Bytech Elektroroller im Dunkeln
Kann man jetzt kaufen: Der Elektro-Scooter von Bugatti ist in den USA erhältlich - allerdings nur dort [Bildquelle: Bugatti]

Bugatti ist einer der letzten großen, mythischen Sportwagenbauer. Neuwagen von Bugatti sind für den absoluten Großteil der Menschheit unbezahlbar, Oldtimer erst recht. Es geht stets um Millionensummen, zum Teil sogar um zweistellige. Dinge wie Elektromobilität (oder Umweltschutz im Allgemeinen) wirken in dieser Preisklasse nebensächlich – ein hoher CO2-Ausstoß ist schließlich nicht verboten, nur sehr teuer. Und teuer ist Kern der Marke, genau wie Kraft und Tempo.

Und dann gibt es da doch diesen kleinen, witzigen Ausreißer. Auf der diesjährigen Elektronikmesse CES in Las Vegas stellte Bugatti ein Fahrzeug vor, das so gar nicht ins Portfolio zu passen scheint: Einen Elektroroller. Der ist nicht besonders schnell, nicht besonders stark und streng genommen nicht einmal besonders teuer. Aber er gehört offiziell zu Bugatti. Mittlerweile kann man den kaufen.

Bugatti E-Roller: Logo und Licht
Der Aluminium-Roller hat viel Licht an Bord. Außerdem Einen Tempomaten und eine Klingel [Bildquelle: Bugatti]

Bugatti Electric Scooter: Der günstigste Bugatti

Ein bisschen lustig an dem Roller ist: er ist das erste Elektrofahrzeug von Bugatti. Gebaut wird er in Zusammenarbeit mit der Firma Bytech. Das Unternehmen stellt die technische Basis: Der Elektro-Roller besteht aus Aluminium, wiegt 16 Kilogramm, verfügt über einen Faltmechanismus und transportiert eine Person bis zu einem Gewicht von 110 Kilogramm. Sein Akku speichert 360 Wh, genug für eine Reichweite von maximal 40 Kilometern. Nach vier Stunden ist der Roller vollgeladen.

Außerdem an Bord: Ein Tempomat, Blinker an Front und Heck, drei Geschwindigkeitsmodi (Economy, Stadt, Sport) und eine Klingel. Drei Lackierungen sind verfügbar. Außerdem projiziert der Roller ein Bugatti-Logo hinter das Hinterrad auf die Fahrbahn. Die Farben übernimmt er vom Bugatti Chiron, einem Hypersportler mit 1.500 PS.

Wer jetzt beeindruckende Leistungsdaten erwartet, den enttäuscht der Roller: Sein Elektromotor leistet vergleichsweise magere 600 Watt, also 0,8 PS. Immerhin genug für Tempo 30. Aber die können sich auf einem Alu-Gestell mit Neun-Zoll-Felgen ja ganz schön schnell anfühlen.

Bugatti und Bytech verkaufen den Electric Scooter für 1.200 US-Dollar. Wir haben ihn aber schon günstiger gefunden: Der Großhandelbetrieb Costco bietet ihn auf seiner Internetseite für 920 US-Dollar an – umgerechnet 875 Euro. Immer noch viel Geld für ein Fahrzeug, das ohne Bugatti-Logo ein Viertel davon kostet. Ein weiterer Haken: Ein Versand nach Deutschland ist nicht möglich. Eine Straßenzulassung leider auch nicht.

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